Chalkidiki - die drei Zacken des Poseidon

25. August bis 08. September 2005

Diesmal geht es nach Griechenland, da war ich noch nie. Zwei Wochen Sonne, Strand, gutes Essen und etwas Sport. Jane kommt mit und wir fahren nach Sarti, einem kleinen Ort auf Sithonia, dem mittleren Zacken der drei Halbinseln, die südlich von Thessaloniki in die Ägäis ragen.



Am ersten Tag fahren wir nach Sykia, um dort den Markt zu besuchen. Mit traditionellen griechischen Wochenmarkt, wie ich das mir vorstelle hat das aber nicht viel zu tun. Ein Fischstand, ein Olivenstand und einige Klamottenstände reihen sich reizlos aneinander, so dass ich lieber durch die kleinen Strassen streife und mich umschaue.



Meine erste Wanderung geht immer der Küst entlang gen Norden. Eine einsame Bucht reiht sich an die andere und das Wasser schimmert blau bis türkis, die Farben sind unglaublich schön.



Auf dem dritten Zacken befindet sich die Mönchrepublik Athos, auf der nur Männer (die Mönche) in mehreren Klöstern leben. Frauen haben keinen Zutritt, die Möche dürfen sich nichtmals weibliche Haustiere halten. Nur diejenigen, die Ikonen malen, dürfen sich ein paar Hühner halten, das sie die Eidotter für die Farbherstellung benötigen. Ich vertrete ja die Theorie, dass da in grauer Vorzeit einige Männer einfach fürchterliche Angst vor Frauen hattem und sie deshalb so extrem aus ihrem Leben ausschlossen. Und die ziehen das einfach bis heute durch und wissen die Hintergründe nur nicht mehr.



Wir können aber mit einem Boot an der Küste Athos´entlangfahren und uns die Klöster anschauen, das ist schon sehr nett. Einer der verwilderten griechischen Hunde springt kurz vor dem Ablegen mit auf das Boot und verteilt seine Flöhe auf dem Teppich, aber sonst ist er ganz lieb.



Auf dem Rückweg legen wir mit unserem Schiff direkt am Strand neben dem Lager einer griechischen Familie an und kehren in der Strandbar ein. Das ist schon nett mit einem Frappe in der Hand am Strand zu sitzen und auf das Meer zu schauen...



Beim Abendessen habe wir auch romantische Dinnerpartys und Lagerfeuer am Strand mit Andreas' Gitarrenspiel.



Noch eine Wanderung, diesmal die Panoramawanderung. Es geht von Sarti aus auf einen Höhenweg. Wir klettern bei ziemlicher Hitze über 300 Höhenmeter hoch, der Weg ist schmal, uneben und steinig, also nicht zu unterschätzen. Der Ausblich ist aber fantastisch und wir sehen oben etlche Ziegenherden, was mich natürlich sehr begeistert.



Ich wage etwas neues und mache die erste Motorradtour meines Lebens. Mit zwei Enduros geht es von Sarti aus Richtung Süden, immer an der Küste entlang. Auf der anderen Seite der Halbinsel fragen wir in einem Kafenion, ob wir auch über die Berge wieder zurück kommen. Der Kellner sagt "Ja" und "Nos Asphaltos, but verrry good Strrreet!" Was die Griechen unter einer guten Strasse verstehen ist so eine Sache für sich... Teilweise ist der Weg wirklich ganz gut, teilweise aber auch richtig übel. Fiese Spurrillen und tiefe Schlaglöcher. Aber wir kommen durch, auch wenn bei Stefan und Karen zwischenzeitlich mal die Bremsen heisslaufen und wir am Wegesrand eine Pause einlegen müssen damit sie abkühlen können. Der Ausblick ist fantastisch und ich kann mich gar nicht satt sehen. Was für ein Spaß!



Ich bin aber nicht nur unterwegs, auch Extrem-Beaching mit Wellenspringen und Sonnenaufgangs-gucken gehört dazu.



Dann reicht es aber auch wieder mit der Entspannung und ich mache eine MTB-Tour in die Joghurt-Bucht. Die heißt so, da es hier einen besonders leckeren Joghurt gibt, den ich wegen meiner Allergie leider nicht probieren kann :( Danach fahren wir weiter und machen noch einen Stop im Del Mar, einem sehr schönen Strandcafé, von dem es auf Sithonia so viele gibt.




Mit dem Boot geht es die Küste entlang gen Norden. Wir halten in einigen kleinen Buchten an und springen vom Boot aus in das Wasser und fahren dann weiter zu einer kleinen einsamen Bucht. Dort legen wir an und schmeissen den Grill an.

Wegen den ganzen Wespen war dise "romantische Bootsfahrt" dann doch nicht ganz so romantisch. Das hat dann aber Andreas mit seinem Gitarrenspiel wieder wett gemacht ;)

         



Mein letzter Ausflug führt mich nach Thessaloniki. So eine griechische Großstadt ist ganz schön spannend: Neben kleinen und großen alten Kirchen ist es sehr aufregend das Geschehen auf den Straßen zu beobachten. Der Verkehr erinnert mich stark an Bangkok. Wie dort gehe ich auch in Thessaloniki nur über eine Fußgänger-ampel, wenn die Einheimischen auch gehen. Es scheint niemanden zu interessieren ob die Ampel Rot oder Grün anzeigt, alles fährt, läuft, hupt und schimpft drauflos.

                              


Natürlich gehen wir auch etwas shoppen ;) Die letzten zwei Tage verbringe ich dann wieder entspannt am Strand und dann sind die zwei Wochen auch schon wieder vorbei. Das geht immer so schnell.



Reiseveranstalter: Frosch-Sportreisen