Thailand - Bangkok und die Andamanensee

29.02.2004 - Abflug in Hannover

So, jetzt geht es los. Jenny und ich fliegen nach Thailand, meine erste grosse Reise ausserhalb von Europa - Tuerkei zaehlt nicht mit. Es geht gut los: Mein Koffer (22 kg) passt nicht iin den kleinen R5 von Jennys Mutter, Jenny und Carsten muessen ihn mit auf die Rueckbank nehmen. Dann hat Jenny noch ein Taschenmesser im Handgepaek, worauf der Flughafenmensch etwas unwirsch reagiert. In Wien dann umsteigen, wie sind im Flieger von leuter Wienern umgeben, mein Nachbar moechte sich mit mir unterhalten aber ich verstehe kein Wort.

01.03.2004 - Ankunft in Bangkok

15 Uhr Ortszeit Ankunft in Bangkok. Der Flug war angenehmer als erwartet. Austrian Airways kann ich empfehlen, sehr viel Beinfreiheit und sogar leckeres essen. Im Hotel angekommen wagen wir unseren ersten Ausflug auf Bagkoks Strassen. Hier schlaegt bei mir der Kulturschock voll zu: Unendlich viel Verkehr, Ampeln gibt es kaum und werden eh nicht beachtet, ueberall Schlepper auf dem Fussweg die einem was verkaufen wollen, im Tuk-Tuk irgendwohin fahren wollen, dann faehrt auf dem Fussweg ein Motorrag an einem vorbei weil die Strasse gerade verstopft ist und dazwischen ueberall mobile Garkuechen neben knatternden Autos die ihr Essen vor Ort kochen und verkaufen und schlafende Menschen in Liegestuehlen. Jenny und ich fluechten erstmal in eine geschlossene Garkueche und bekommen sofort Tee vorgesetzt. Die Bedienung spricht kein Englisch und Jenny versucht dem Koch klarzumachen dass sie Vegetarier ist und weder Fisch noch Fleisch isst. War schwierig, er war nahe am Verzweifeln und wir mussten staendig lachen. Schliesslich haben wir aber etwas bekommen, und zum Glueck nicht die gehaeuteten Froesche aus der Auslage.



02.03. 2004 Stadtspaziegang und Wat Poh

Wir wollen uns ins Abendteuer stuerzen und mit dem Bus zum Wat Poh fahren. Die Frau an der Rezeption schreibt mir die Bushaltestelle auf thai auf, was in etwa so lesbar ist wie chinesisch. Also beschliessen wir zu Fuss zu gehen. Der Weg ist lang, aber wir finden alles hochinteressant und kommen sogar zufaellig am Tempel des goldenen Buddha vorbei, sehr niedlich. Ich lotse uns durch die City (Ganz Bangkok ist eine einzige City) vorbei an aufdringlichen Tuk-Tuk-Fahrern und durch China-Town und stelle fest das der Stadtplan nicht so ganz mit der Realitaet uebereinstimmt. Aber schliesslich kommen wir an. Wat Poh war frueher Kloster, Universitaet und sowas. Dort habe ich den gigantischsten Buddha gesehen, den man sich vorstellen kann, ich glaube es waren 28 m. Er liegt laengst auf der Erde und symbolisiert somit den Uebergang ins Nirvana. Es gibt noch ein paar andere Buddhas zu sehen, seltsame Figuren, Moenche in orangen Kleidern und jede Menge Touristen. Ueberhaupt: Wir haben hier den Touri-Stempel auf die Stirn gedruckt. Jeder Asiate erkennt uns sofort und will uns etwas verkaufen, was ist egeal. Aber ich habe festgestellt das ignorieren und weitergehen ganz gut hilft. Am Ende von Wat Poh lassen wir uns in der dort ansaessigen Massageschule Massieren-himmlisch! Ich werde mit Haenden und Fuessen bearbeitet, sie verdreht mich bis es knackt und hinterher fuehle ich mich wie im siebten Himmel!!!



Aber das naechste Abenteuer kommt: Taxifahren in Bangkok ist etwas fuer Feiglinge, daher nehmen wir die Faehre zurueck. Am Steg vor mir haelt eine voellig ueberfuellte Faehre auf der sich alle gegenseitig festhalten. Ich stehe etwas fassungslos auf dem schwankenden Steg und ueberlege ob ich lieber die naechste abwarte, springe dann aber doch noch schnell mit rauf und konzentriere mich die Fahrt ueber darauf nicht runterzufallen. Fuer 10 Baht (22 Cent) kann man aber nicht meckern.



03.03.2004 - Grand Palace und China Town

Ich hatte ja keine Ahnung was mich heute erwartet! Der Grand Palace ist -wie der Name schon sagt- der alte Palast mit koeniglichem Kloster. Unsere Caprihosen sind den "Sittenwaechtern" zu kurz und wir muessen uns in Wickelroecke huellen, die aber auch kaum laenger sind als die Hosen. Die sind hier halt nicht auf grosse Europaeerinnen eingestellt. Wir gehen durch das alte Klostergelaende durch, und danach verblasst ja einfach alles. Goldene Kacheln in saemtlichen kunstfertigen Formen, goldene Elefanten, riesige Fabelwesen die die Eingaenge bewachen und wunderschoen aussehen, goldene Chedis die sterblich Ueberreste aufbewahren und Daecher in so kunstvollem Kachel-Blumen-Design, dass ich begeistert bin, obwohl ich sie zuhause unvorstellbar kitschig gefunden haette. Das war die totale Reizueberflutung, wir haben uns zwischendurch immer auch mal die (kunstvoll gestutzten) Baeume angeschaut, damit wir wieder etwas runterkommen, bevor wir uns auf etwas neues einlassen. Der alte Koenigspalast danach ist unspektakulaer, nach dem Kloster kein Wunder. Aber wir werden von Thais gefragt, ob sie uns fotografieren duerfen, sie finden uns so unsagbar gross... Da hilft nur Laecheln!



Zuerueck laufen wir durch Chinatown. Extrem enge Gassen, die vollgestopft sind mit zu verkaufenden Waren, dazwischen wieder Garkuechen und die unvermeidbaren Motorraeder, die hier wirklich ueberall langfahren und Apotheken mit allen moeglichen getrockneten Sachen wie Seepferdchen oder auch undefinierbare Sachen die nach Fisch stinken. Mit dem Handeln tun wir uns noch etwas schwer, aber wenn eine Uhr nur 100 Baht (2,20 EUR) kostet, faellt es mir moralisch schwer, den Preis noch weiter zu druecken.



Zurueck goennen wir uns eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk. Obwohl diesmal erstaunlicherweise der erste Fahrer uns nicht mitnehmen wollte. Ich erzaehle ihm auf Englisch wohin wir wollen aber er versteht uns anscheinend nicht, schuettelt nur verwirrt den Kopf und haut wieder ab. Zurueck bleiben zwei sehr irritierte Frauen die immer dachten Tuk-Tuk Fahrer waeren total aufdringlich un nur schwer wieder loszuwerden. Aber der naechste nimmt uns mit. Was fuer ein Spass! In einem Moerderischen Zick-Zack-Kurs faehrt er mit uns durch die Strassen, wir bekommen kaum Luft von dem Bus-Abgasen aber es macht einfach Spass!

04.03.2004 Ayuttaya

Gestern abend waren Jenny und ich noch im Patpong-Viertel, das ist der Kiez von Bangkok. Die "goldenen" Zeiten scheinen aber vorbei zu sein, mittlerweile stehen zwischen den ganzen Bars so viele Staende mit Touri-Schnickschnack rum, dass man die nackten Frauen kaum noch bemerkt. Vor den Bars stehen die Schlepper und preisen lautstark die Angebote des jeweiligen Etablissements an, durch die Tueren haben wir auch einige leicht bekleidete Faruen gelangweilt an Stangen auf den Tischen tanzen sehen. Ein Schlepper wollte Jenny in eine Bar locken in der es Pussi-Kling-Klong gibt, warauf Jenny ihn entgeisert fragt, was damit denn damit gemeint sei. Er meint nur voellig selbstverstaendlich "Na, Pussi Kling-Klong!" Wir werden es wohl nie erfahren... Falls es jemand weiss schicke er bitte eine Mail an mich! In einer anderen Bar gab es Live-Boxkaempfe und ein Thai wollte fuer mich boxen, ich habe aber dankend abgelehnt.

Heute frueh mussten wir dann um sechs Uhr aufstehen, da wir das Rundum-Sorglos Paket gebucht haben und eine organisierte Tour nach Ayuttaya gemacht haben. Das ist die alte Koenigsstadt etwa 70 km ausserhalbvon Bangkok. Sie muss sagenhaft prachtvoll und riesig gewesen sein, wurde vor ein paar hundert Jahren aber von den Birmesen ueberfallen und vernichtet. Da sie das ganze Gold nicht transportiren konnten, haben die Birmesen die Stadt angezuendet, da sie das dann geschmolzene Gold besser auf ihre Elefanten verladen konnten. Heute stehen dort nur noch Ruinen, aber selbst die sind immer noch sehr beeindruckend. Wir sind heute auch wieder von einheimischen Schulmaedchen fotografiert worden. Sie stellten sich in einem Rudel um uns herum (aus dem wir natuerlich herausragten) und kicherten begeistert. Aber als ich meinte als Gegenleistung wollen wir uns auch mit ihnen fotografieren, waren sie erst etwas verwirrt, fanden es dann aber doch ganz lustig.



05.03.2004 - Shoppen

Heute war Shopping-Tag. Vorher waren wir noch im Jim Thomsen Haus, das war ein Amerikaner, der sich nach dem zweiten Weltkrieg in Bangkok niedergelassen hat um mit Seide zu handeln, bis er 1962 auf mysterioese Weise (Geheindienstkontakte?) verschwand und nie wieder gesehen wurde. Er hat hier ein Haus, bzw. Anwesen im typischen Thai-Stil gebaut und mit den allmoeglichsten asiatischen Antiquitaeten und Kunstgegenstaenden moebliert. Man kann dieses Haus besichtigen, ich muss schon sagen, dort wuerde ich es auch aushalten! Mehrere Haeuser aus rotem Teakholz verteilen sich ueber das Gelaende, dazwischen ein asiatischer tropischer Garten mit lauter idyllischen Goldfischteichen. Sehr schoen.



Beim shoppen schlage ich dann voll zu. Jeder der mal hemmungslos seinem Kaufrausch erliegen moechte sollte nach Bangkok kommen, das ist alles so unvorstellbar billig hier! Habe mir Leder-Flip-Flops fuer etwa 7 EUR gekauft, die kann ich doch nicht liegen lassen! Das war aber schuhtechnisch ein Gluecksfall, ansonsten habe ich es hier in Asien mit meinen Riesenfuessen ja eher schwer...

Und ich will nochmal vom thailaendischen essen erzaehlen, das ist naemlich sehr aufregend: Ich habe jetzt festgestellt, das es verschiedene Arten von Schaerfe gibt. Eine suesse Schaerfe, eine milde, eine brennende... Danach habe ich noch stundenlang einen richtig warmen Bauch, aber mittlerweile scheint mein Magen sich langsam dran zu gewoehnen. Jenny hat es als Vegetarier hier etwas schwer. Sie hat sich an der Rezeption "Ich bin Vegetarier, haben Sie Gerichte ohne Fleisch und Fisch?" aufschreiben lassen und haelt diesen Zettel in den Garkuechen den Koechen unter die Nase. Hat hat sich als ganz gutes Verfahren entwickelt, die verstehen teilweise so schlecht Englisch, das sie ihr sonst nicken und irgendwas auf den Teller packen. Wir sitzen da am Strassenrand zwischen einer Wellblech-Lagerhalle in der allmoegliches was irgendwie verkauft werden kann, gestapelt wird und vorbeibrausenden Autos, Motorraedern, Fussgaengern und Tuk-Tuks auf wackeligen Stuehlen an wackeligen Tischen und essen dieses leckere scharfe Essen. Letztens war bei Jenny dann doch etwas undefinierbares zwischen dem Gemuese, das ich dann gegessen habe. Es hatte eine Konsistenz wie sehr zartes Fleisch aber einen undefinierbaren Geschmack, weiss auch nicht was das war. Spaeter habe ich in meinem Reisefuehrer gelesen, das in Thailand gelegentlich auch geschmorte Ratten und gekochte Bueffelpenisse aufgetischt werden, aber die Moeglichkeit habe ich zugunsten meines Seelenfriedens wieder verdraengt.

 



Morgen vormittag fliegen wir dann in den Sueden nach Khao Lak und werden unter Palmen sitzen und in der krsitallklaren Andamanensee baden! Bangkok war sehr schoen und hoechst interessant, aber nach 4 1/2 Tagen habe ich jetzt von dem ganzen Chaos hier genug und freue mich auf Strand, Schnorcheln und viel Natur!

07.03.2004 Das Paradies heisst Khao Lak

Gestern sind wir nun in Khao Lak angekommen. Das ist eine Kuestenregion die etwa 90 km noerdlich von Phuket liegt und noch nicht so stark vom Tourismus erobert wurde. Der Regenwald reicht bis zur Kueste, wenn ich im (sehr warmen) Meer schwimme kann ich auf die mit Regenwald bedeckten Berge schauen und alleine der Hotelgarten reicht um ins Staunen zu kommen. Geckos, Schmetterlinge, Froesche, exotische Pflanzen jeder Art... Ansonsten gibt es in unserem Hotel anscheinend ziemlich viele Rentner und es ist sehr sehr ruhig. Nach den ganzen Laerm in Bangkok hatten wir bei all der Ruhe zuerst etwas Druck auf den Ohren. Erst hatte ich die Befuerchtung das es bei den ganzen Rentnern und der Ruhe langweilig werden wird, aber wir haben ein Stueck den Strand herunter ein paar Huetten mit Tauschschulen, Massagestaenden und Bars entdeckt, das hat ziemlichen Hippiecharme und ist ganz nett. Gestern abend sassen wir dann auch bei Meeresrauschen, Meditationsmusik und Meeresrauschen auf aus riesigen Wurzeln geschnitzten Stuehlen in der Bar und haben Cocktails getrunken. Ich bin total entspannt...



Heute sind wir nur den Strand heruntergelaufen bis wir nicht mehr weiter kamen. Der Strand ist ewig lang, Puderzuckerzart und immer wieder mit einzelnen grossen Felsen durchsetzt auf denen man hervorragend herumklettern und Krebse und Fische im Wasser beobachten kann. Wir werden uns auch spaetestens morgen eine Schnorchelbrille kaufen und "Fischle glotze".



09.03.2004 Phang Nga Bucht

Ich bin immer noch so beeindruckt, dass ich erstmal die Worte suchen muss. Wir haben heute eine Kanu-Tour durch die Phang Nga-Bucht gemacht, das ist ein Nationalpark, etwa eine Autostunde von hier entfernt. Dort ging es mit dem Motorboot weiter. In der Bucht sind hunderte von kleinen Inseln verstreut, die ganzganz frueher mal ein riesiges Korallenriff waren. Dann haben sich die Erdplatten verschoben und die Eiszeit tat sein uebriges. Nun schauen dort leuter zu Stein gewordene Koralleneberge senkrecht aus dem Meer. Mittlerweile sind sie mit Regenwald bedeckt, es ist hoechst erstaunlich wie sich riesige Baeume mit ihren Wurzeln an senkrechten Felswaenden festkrallen. Auf diesen Inseln gibt es keinen Sand, dafuer sind sie mit lauter kleinen und groesseren Hoehlen durchsetzt, die in das Inselinnere fuehren. Das beste ist naemlich, das etliche dieser Inseln wie Ringe sind, im inneren hat sich so etwas wie ein See gebildet der durch die Hoehlen von Meereswasser gespeist wird und der sich auch auch Meeresspiegelhoehe befindet. Die Hoehlen werden nur bei Ebbe freigelegt und die Durchgaenge sind selbst dann noch winzig. Jedes Kanu mit zwei Personen wird von einem thailaendischen Guide gefuehrt, der einen durch diese Oeffnungen bugsiert, und wenn er selbst auch aussteigen und schieben muss und zusaetlich reichlich Luft aus dem Kanu lassen muss. Ich lag flach auf dem Boden des Kanus mit der Taschenlampe in der Hand und die Hoehlendecke rauschte Millimeter ueber meiner Nasenspitze vorbei und der Guide schob uns durch eine Oeffnung die so klein war, das ich meine Schultern rund machen musste um durchzupassen. Das ist wirklich nichts fuer Leute mit Platzangst! Aber es lohnt sich, im inneren empfaengt einem eine unberuehrte Natur und voellige Stille. Etwas anfassen und laut reden ist verboten, nur fluestern und fotografieren ist erlaubt. Aber mir stockte vor Ehrfurcht eh der Atem, soviel Schoenheit verschlaegt mir dem Atem. Wir haben Milane, Fischreiher, bunte Fische und Makakken gesehen, eine Affenart die auf den Inseln lebt und sich von Krabben ernaehrt. Dazu noch Mangrovenwaelder, deren Wurzeln in bizarren Formen aus der Wasseroberflaeche herausschaute.

Ich koennte noch Stunden weitererzaehlen und trotzdem nicht die Schoenheit dieser urspruenglichen Natur gerecht beschreiben!



11.03.2004 - Regenwald und Strand

Gestern haben wir eine Wanderung durch den Khao-Lak Nationalpark gemacht, der direkt vor unserer Tuer beginnt. Wir sind mit einem Fuehrer durch den Regenwald gelaufen, haben bluehenden Ginger geshen, gigantische Bambusbuesche und riesige Schmetterlinge und Spinnen. Hier scheint alles etwas groesser zu sein, ich waere letztens beinahe auf einen Kaefer getreten, der ungelogen so gross war wie meine Hand (ohne Beine!). Und meine Haende sind nicht klein...
Waerend der Wanderung durch den Regenwald haben wir halt gemacht an einer kleinen idyllischen Bucht, die fernab von der Welt zu sein schien, so einsam und wunderschoen war sie. Dort sind wir im glasklarem Wasser geschwommen und wurden danach von unseren Guide in die Kokosnussmassage eingeweiht. War etwas speziell, aber die anderen Touris die dabei waren fanden es sehr toll.



Heute sind Jenny und ich wieder an diesem wunderschoenen Strand entlanggelaufen, bis wir zu einer Lagune kamen und und fuer 10 Baht von einem alten ausgemergelten Mann auf seinem selbst zusammengeschusterten Floss uebergesetzt wurden. Dort haette man sicher noch bis Birma weiterlaufen koennen, wir sind dann aber umgedreht und haben am Strand Kokosnuesse getrunken und frisches Obst gegessen. Dabei habe ich endlich mal eine moeglichkeit kennengelernt, Mangos zu schneiden, ohne die ganze Kueche einzusauen. Ich werde zuhause nur noch Mangos essen!

 



12.03.2004 - Elefantentrekking

Elefanten sind ja sehr suesse Tiere! Und soooo verschmust! Wir sassen auf diesen schaukelnden Koloss und er trug uns die engsten und steilsten Berge rauf, das haette ich nie fuer moeglich gehalten. Das schaukelt auch ganz schoen so hoch oben auf einen Elefantenruecken. Ich fand es auch sehr erstaunlich, dass die Leute frueher so gereist sind, sehr schnell und bequem ist das auf Dauer nicht! Und die Haut ist ganz warm und rauh, wie auf einem rauhen Ellenbogen. Ich habe die Schuhe ausgezogen und habe unter meinen Fusssohlen die Muskeln gespuert, das ar schon sehr beeindruckend. An einem Wasserfall im Regenwald haben wir halt gemacht und konnten dort mit dem Elefanten zusammen schwimmen, was die Viecher anscheinend noch toller fanden als wir. Die plantschten da rum und rollten hoechst zufrieden mit den Augen und ruesselten uns Menschen an um etwas zum Fressen zu erbetteln. Unser Elefant (er hiess Geio) war eh sehr verfressen und hielt im Regenwald an fast jedem Busch an um die Blaetter abzurupfen und war von dem Mahout nur mit viel ueberredungskunst dazu zu bewegen weiter zu marschieren. Und die Elefantendame or uns war sehr mittelungsbeduerftig und hat staendig rumgequiekt. Leider war alles viel zu schnell vorbei, ich haette gerne noch mehr mit denen gekuschelt.



14.03.2004 - Krabi

Nun sind Jenny und ich also in Krabi angekommen. Wir hatten uns das ja etwas anders vorgestellt. Es hiess immer, Krabi waere etwas touristischer als Khao Lak, aber im Vergleich zu Krabi tobt in Khao Lak das Leben. Keine Frage, es ist sehr schoen hier, Straende wie weisser Puderzucker und herrlich klares Meer, aber unser Hotel ist mitten im Nirgendwo. Das Hotel ist ganz nett, aber wieder ein Rentneparadies. Also an alle, die noch nach Thailand reisen ollen: Wenn ihr juengere Leute kennenlernen wollt, mietet euch in einem Huettendorf ein. Unser Reisebuero hatte die leider nicht im Angebot, aber im Reisefuehrer stehen die Internetadressen. Aber sonst ist Hotel auch o.k. Im Bungalow neben uns wohnt in alter englischer Rentner der sich erstmal eine Thaifrau gekauft hat (zumindest gehen wir stark davon aus). Was sonst. Gestern nachmittag haben wir den Regen damit verbracht, auf der Terasse zu sitzen und ihre Liebesschwuere ihm gegenueber anzuhoeren und wie gerne sie mit ihm nach England moechte. Jaja... Aber er scheint von der Idee auch nicht so begeistert zu sein.

Heute haben wir den ganzen Tag am Strand gelegen und entspannt, ist ein Tag mal ganz nett, aber dann reicht es auch. Jenny faengt auch an etwas unausgelastet zu sein ;) Morgen frueh werden wir das Abendteuer wagen und mit dem oeffentlichen Bus nach Krabi Town zu fahren, wir brauchen etwas pulsierendes Leben. Und schnelle Rechner, dies hier ist der langsamste Rechner den ich je in meinem Leben erlebt habe (Hotelrechner), und das will was heissen!

15.03.2004 - Ao Nang

Haben uns gestern abend nach eiem Gespraech mit der netten Rezeptionsdame spontan entschlossen doch zum Ao Nang Beach zu fahren, sie hat gesagt zum shoppen waere das besser und das Hotel bietet taeglich einen sehr guenstigen Shuttle-Service an. Nun sind wir hier angekommen und sind begeistert! Hier pulsiert das Leben auf eine nette Art und es gibt wieder Garkuechen! Die Thai-Restaurants um die Hotels herum waren uns nach den Bangkok-Erlebnissen zu lasch und zu europaeisch. Das brannten gar nicht die Lippen nach dem Esse und der Bauch wurde auch nicht warm. Wir wollen noch eine Schnorchelausflug aun ein Korallenriff machen, sonst werden wir wohl den Rst der Woche hierher fahren, ist spannender und man kann noch sooo viel shoppen. Habe noch einige Baht ueber die ich ausgeben muss...



Gestern abend haben wir noch einen spektakulaeren Sonnenuntergang am Strand erlebt. Vor allem war es ganz witzig das direkt vor unserer Nase ein Photo-Team rumsprang und Bademodenfotos machte. Das Model sah sehr gelangweilt aus, die Thais standen drumrum und haben grosse Augen gemacht und ich fand das ganze sehr unspektakulaer. Die Fotos sehen bestimmt toll aus, aber ich weiss jetzt das 2 Meter weiter ein Graben voller Muell lag und in der Ferne die Fischfabrik zu sehen war.



17.03. 04 - Schnorcheln

Wir haben einen Speed-Boat-Ausflug nach Ko Phi Phi gebucht. Dort gibt es Korallenriffe in denen man super schnorcheln kann und außerdem wurde hier in der einen Bucht "The Beach" gedreht. Den wollte ich mir wegen der Touristenmassen die dort verkehren iegnetlich nicht angucken, aber war dann doch ganz nett. Das Schnorcheln war super. Nach einem Ritt über das Meer der wirklich durch Mark und Bein ging (Speed Boat fahren ist nichts für Bandscheibengeschädigte) haben wir nacheinander in mehreren Buchten abgehalten und konnten Schnorcheln. Das Wasser war sagenhaft klar und es gab Fische in allen erdenklichen Farben und Formen die einem das Brot aus der Hand gefressen haben. Gelegentlich haben sie auch mal andere Körperteile auf Essbarkeit untersucht, daher bin ich nun etwas rotgesprenkelt an den Beinen. Und ich habe sogar eine fast zwei Meter lange Moräne geshen, da habe ich aber lieber Abtand gehalten.



19.04.2004 - Byebye Thailand :(

So, heute geht es nun also wieder heim. Unsere Stimmung ist etwas gedrückt, wir würden gerne noch etwas länger bleiben. In dieser Woche haben wir drei sehr entspannte Tage am Ao Nang Beach verbracht, haben uns ständig massieren lassen, Kokosnüsse getrunken, frische Ananas gegessen und Leute beobachtet. Und abends dann Geld beim shoppen ausgegeben. Die Jungs und Mädels verstehen hier ja auch was von Kundenbindung. Am Strand steht hier eine Massagebude neben der anderen und wenn man einmal da war, bekommt man gleich zum Mittag Obst vorbeigebracht, die passen auf die Klamotten auf wenn man mal kurz ins Wasser geht und abends wird man sogar zum Essen eingeladen. Das hätte mir übrigend fast sämtliche Geschmacksknospen auf der Zunge zerstört, so scharf waren die Garnelen gewürzt. Und der Getränkehändler weiß noch genau was man sich am Abend vorher bei ihm gekauft hat und will einem das sofort wieder andrehen wenn man an ihm vorbeigeht.